Blutegel-Therapie

"Viele ekeln sich auch vor wenigen Egeln"


Die Blutegeltherapie verteidigt seit etlichen Jahrhunderten einen Stammplatz in der früheren Medizin und erlebt in der modernen Medizin eine regelrechte Wiederaufnahme. Gilt sie doch zu Recht als Blutreinigungs- und Entgiftungstherapie. Je nach Krankheitsbild und Behandlungsintensität werden mehrere medizinische Blutegel an unterschiedlichen Körperstellen angesetzt. Dort saugen sie sich mit Blut voll und fallen nach ihrer Sättigung von selbst wieder ab.


Im Allgemeinen kommen z.B. bei einer Blutegelbehandlung maximal 10 Egel zum Ansatz, so dass sich der angestrebte Blutverlust zwischen 100 ml und 200 ml bewegt.


Übrigens dürfen diese medizinischen Helfer nur unter genau festgelegten Bestimmungen gezüchtet und auch nur ein einziges Mal verwendet werden, um ein Übertragungsrisiko von Bakterien und Viren auf den Patienten auszuschließen.


Nachdem die Blutegel abgefallen sind, blutet die Bissstelle noch eine längere Zeit nach. Danach kann es zu einem harmlosen Bluterguss oder zur Hautrötung kommen. Leichter Juckreiz ist möglich.


Die medizinische Wirkung von Blutegeln erklärt sich wie folgt:

  • Der Speichel des Egels enthält Stoffe, die Entzündungen und Blutgerinnung hemmen, Gefäße aber erweitern.
  • Zusätzlich werden körpereigene Systeme der Schmerzregulierung angeregt.


Somit erklärt sich auch ihr erstaunlich breites Einsatzspektrum:

  • Abszesse
  • Arthrose
  • Bluthochdruck
  • Gicht
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Kopfschmerzen
  • Muskelverspannungen und Mylagie (Muskelschmerzen)
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Venöse Erkrankungen (Krampfadern müssen nicht zwangsläufig operiert werden)
  • Wundheilungsstörungen


Fazit: Korrigieren Sie Ihr "Feindbild"!

Die Praxis Dr. med. Pruy in Vohenstrauß nahe Weiden (Oberpfalz) setzt auf die Hilfe des Blutegels bei Arthrose, Bluthochdruck, Gicht und Kopfschmerzen